Sonntag, 26. Oktober 2014

Ein AuPair an sich..

Wir haben doch tatsächlich schon die drei Monatsmarke geknackt!
Und da jeder vergangene Monat etwas besonderes bedeutet, versuche ich jeden 'Monatsmarkenmeilstein' einem speziellem Thema zu zuordnen.
Zum zweiten Monat war das mein Beitrag zu 'Hinter den Kulissen' und nach meinem ersten Monat habe ich Stellung zur 'Runde Zwei' genommen.
Nun kommt der dritte mit dem Titel 'Ein AuPair an sich' (ja, wer lesen kann, weiß das selber!)

- Achtung, Laber-Rhababer Text! - 
 
Drei Monate, 1/4 Jahr, ungefähr 90 Tage, unendlich viele Stunden, Minuten und sogar noch mehr Sekunden, darf ich mich nun schon ein AuPair nennen. Was das Ganze eigentlich bedeutet, das möchte ich euch gerne in diesem Text näher bringen.

Was ein AuPair oberflächlich ist, das kann man schnell ergooglen.
'Au-pair, (Kurzform für „Au-pair-Junge“ oder „Au-pair-Mädchen“) nennt man junge Erwachsene oder in manchen Staaten auch Jugendliche, die gegen Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld bei einer Gastfamilie im In- oder Ausland tätig sind, um im Gegenzug Sprache und Kultur des Gastlandes bzw. der Gastregion kennenzulernen.' (Einen herzlichen Dank an Wikipedia für diese Definition)
Jedoch steckt da so viel mehr dahinter.
Für die manchen Gastfamilien mag es die günstige Alternative zu einer Nanny sein. Denn obwohl diese trotzdem noch eine stattliche Summe für ein AuPair ausgeben, ist das nur ein Bruchteil von dem, was eine professionell ausgebildete Nanny fordern würde. Allerdings sollte man unter diesem Aspekt nicht vergessen, dass wir Bewerber zwar Arbeitsstunden vorzeigen müssen, jedoch keinen Unterricht über bestimmte Themen genossen haben. (Die Trainingschool klärt in erster Linie nur belanglose und ohnehin schon klare Dinge. Meines Erachtens ist sie eher weniger hilfreich und bereitet uns keinesfalls auf das taffe Alltagsleben mit den Kids vor.)
Hinzu kommt, dass wir junge Leute sind (wie Wikipedia schon richtig erkennt), die solch eine Gelegeneheit vorallem dazu nutzen wollen um etwas von der Welt zu erleben.
Die Betonung liegt auf jung. Denn auch, wenn wir unser Umfeld, unsere Heimat und eventuell auch Gewohnheiten eintauschen, bleiben wir immer noch wir. Wir wollen was erleben, wir wollen Spaß haben und es uns gut gehen lassen.

So verlassen wir also unsere Umgebung, unsere Freunde und unser Leben. Frei von all den Verpflichtungen wie Schule oder Studium, Job oder zwischenmenschliche feste Bindungen. Wir ziehen aus in die Welt, weil wir sie rufen hören, weil es uns schon ewig im Allerwertesten juckt und weil wir einfach nicht mehr stillsitzen können! Jetzt ist genau die richtige Zeit!
Mit mehr als Träumen im Koffer und jeder Menge Leichtsinn steigen wir in den Flieger. Angekommen, werden wir von einer Welle aus purer Lust und Laune am Leben mitgerissen. Umgeben von hunderten netten Menschen in deinem Alter. Mit den gleichen Erwartungen und Plänen. Jeder einzelne strahlt nur so vor Freude. Alles vergangene, vorherige harte Zeiten haben in diesem Moment keinen Platz. Alle Augen sind nach vorn gerichtet. Fokusieren die bunten leuchtenden Buchstaben. ZUKUNFT! Und die Zukunft ist jetzt. Wir haben sie in die Hand genommen. Wir haben sie uns geformt und der erste Teil ist ein Jahr im Ausland.

Der Leichtsinn und die Naivität verfliegen schnell, sobald der Alltag verkündet, auch weit ab von zu Hause, sich einzuschleichen. Und dann kommen die ersten Zweifel, die Wehmut und das Vermissen. (Das ist dann die stolze zweite von fünf Phasen. So wurde uns das erklärt.)

Das AuPair-sein schaut in der Realität anders aus. Nicht unbedingt schlechter. Es ist einfach eine besondere Situation. Du beschließt mit deinem Arbeitgeber unter einem Dach und an deinem täglichen Arbeitsplatz zu leben. Und das obwohl man vorher noch nie wirklich gearbeitet hat und/oder in einer Arbeitnehmer/Arbeitgeber Beziehung stand. Darüber war ich mir im ersten Moment gar nicht so bewusst. 
Auch wenn man schnell zum Familienmitglied wird, in manchen Momenten siegt die Formalität! Sei es der Freitag (bei mir ist das der Payday), bei dem das Bezahlt werden der Familienidylle für einen kleinen Augenblick einen Strich durch die Rechnung macht, ein Familienfoto, das bei dem gemeinsamen Ausflug für Oma und Opa aufgenommen wird oder einfach das Gefühl manchmal die Familienharmonie zu stören.
Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl, wann es passend wäre, sich zurück zu ziehen, oder doch noch zu bleiben. Zumindest hoffe ich das. Ich schwanke nämlich oft noch zwischen 'Sollte ich sie jetzt alleine lassen?' oder 'Kommt es jetzt unhöflich, wenn ich mich nun zurückziehe?'

Fazit: Kann ich jetzt schon ein Fazit ziehen? Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich diese Frage verneinen. Dafür bin ich dann doch noch nicht lange genug ein AuPair.
Und vielleicht klingt dieser Text jetzt sehr negativ. So ist das nicht! Ein AuPair zu sein hat echt tolle Seiten und ich bin jetzt schon super froh mich dazu entschlossen zu haben. Ich wollte nur kurz Aspekte beleuchten, die vielleicht nicht in den ersten Gedanken mitschwingen.

(Ich merke, dass meine Gedanken, keinen Sinn mehr ergeben. Sich wie ein Zirkel durch meinen Kopf schlängeln. Neuen Ideen und Aspekten gewähren sie keinen Eintritt mehr.
Ich lasse sie nun also noch ein wenig durch meinen Kopf tänzeln und bin mir bewusst, dass ich bestimmt einen Bruchteil der Dinge eines AuPair-Daseins vergessen haben zu erwähnen.)

Kuss und Schluss
Franziska <3

Dienstag, 14. Oktober 2014

Franica's Abenteuer

Irgendwie kommt es mir total so vor, als hätten wir heute Montag. Nein, das ist nicht richig. Heute ist Dienstag und somit schon wieder ein Tag um die Woche erfolgreich zu meistern.

- Achtung, Laber-Rhabarber Text! -

Da ich ja schon im letzten Post am Rande erwähnte, dass Alica und ich gemeinsam viele Abenteuer erleben, dachte ich, fasse ich die größten mal kurz zusammen.

2. August 2014
Unsere sehr verwirrende Fahrt zu mir nach Hause hatte ich in einem meiner ersten Posts schon mal angerissen, jedoch richtig erwähnt, worum es ging, habe ich nicht. Holen wir dies kurz nach.
Zu Beginn kurz eine Erläuterung, wie amerikanische Autobahnen hier ausschauen. Es gibt zwei verschiedene Arten. Zum Einen den Freeway, den man ohne jegliche Kosten befahren kann und dann den Highway. Für diesen muss man meist Maut zahlen. Entschließt man sich nun also, den Highway zum Ziel zu nehmen, fährt man ganz normal auf ihn auf. Nach ein paar Metern jedoch, stehen dort kleine Häuschen, durch die man fahren muss. Dort bekommt man dann ein Ticket. Dieses behält man, bis man schließlich kurz vor seinem Ziel ist und die Autobahn wieder verlassen muss. Auch hier sind wieder so kleine Stellen, wo man den Schein nun abgibt und bezahlen muss. Der Betrag ändert sich je nach Strecke. Eine kleine Ausnahme gibt es. Hat man einen so genannten EZ-Pass, kann man durch beide Häuschen fahren, ohne anhalten zu müssen, da man durch den Pass schon bezahlt hat.
Alica und ich beschlossen uns also auf den Weg zu mir zu machen. Im Navi hatten wir uns extra eine Strecke herausgesucht, die ohne Maut sein sollte, da ich so einen Pass noch nicht besaß. Jedoch nahmen wir einmal eine falsche Abzweigung und schon hatten wir den Salat.
In der Unruhe, die richtige Schlange für das Tickethaus zu finden, wählten wir natürlich die falsche. Die, bei der man nur durchfahren darf, wenn man besagten Pass hat. Hups!
Wir fuhren weiter (eine andere Option gab es auch gar nicht) und schließlich kam unsere Ausfahrt. Das große Zittern begann. Was werden wir bezahlen müssen oder werden wir einen Brief bekommen? Zum Glück wählten wir dieses Mal die richtige Line und hielten bei einer Stelle, wo man normalerweise sein Ticket abgibt und bezahlt. Da wir aber nun keines hatten durften wir ganze 25$ Strafe zahlen. Da ist uns erstmal ein Stein vom Herzen gefallen.
Seitdem meide ich Mautstrecken instinktiv, auch wenn wir inzwischen besagten Pass haben.

19. September 2014
Irgendwie ist es zu unserem Ritual geworden, bei Sleepovern abends generell nochmal kurz zum Supermarkt zu fahren und uns mit Süßkram und etc für den Abend einzudecken.
So geschah auch die erste Peinlichkeit an dem Abend. Wir standen an der Kasse, hatten beide unsere Arme vollbepackt mit Chips und süßen Getränken und philosopierten lauthals über eine Schlagzeile, die auf einer der zahlreichen Klatschpressen stand.Wir berieten und überlegten bis wir aufeinmal merkten, wie alles um uns herum aufeinmal ganz still war. Alles was wir hörten, war der Kassierer, der uns freundlich darauf aufmerksam machte, dass seine Kasse geschlossen hätte und wir doch bitte eine andere aufsuchen sollten. (Seit diesem Abend ist das Wort 'guys' für uns ein ständiger Witz.) Ich möchte nicht wissen, wie lange der junge Mann schon versucht hatte uns zu erreichen, bis wir ihn endich bemerkten.
Nachdem wir dann aber schließlich wieder im Auto saßen, begann sich das nächste Fettnäpfchen zu füllen.
Wir fuhren vom Parkplatz herunter und noch während wir an der Ampel standen, kamen uns Autos entgegen, die wie wild Lichthupe und andere Signale von sich gaben. Total irritiert wunderten wir uns über solch aggressive Autofahrer, bis Alica bemerkte, dass sie gar kein Licht an hatte. Schnell wurde uns bewusst, dass die anderen Fahrer alles andere als unfreundlich waren. Huch...

11. Oktober 2014
Geplant für diesen Tag war unser Family-AuPair-Treffen. Dieses wurde jedoch auf die letzte Minute abgesagt, da das Wetter uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte.
Trotzdessen entschlossen Alica und ich den Tag gemeinsam zu verbringen. Ich holte sie ab und wie wir so gemeinsam im Auto saßen wurde uns mal wieder klar, dass wir auch heute wieder etwas erleben werden.
Ein anderes Auto fuhr vor uns (eigentlich keine Seltenheit auf der Straße). Da es sich sehr langsam voran tastete wurde uns bewusst, er wüsste nicht so genau, wohin die Reise gehen soll.
Er fuhr auf der Rechtsabbieger Spur und ich links neben ihm, auf der, die weiter geradeaus führte. Plötzlich entschied er sich jedoch, auch geradeaus fahren zu wollen. Ungewarnt zog er an mir vorbei auf meine Spur. So weit, so gut. Dieses Szenario spielte sich vor einer Ampel ab, die rot war. Da er sich aber so kurzfristig umentschlossen hatte, stand er nun über der Ampel, etwas auf der Kreuzung (Ich hoffe, eure Phantasie lässt es zu, dass ihr es euch vorstellen könnt). Ich, als erstes Auto hinter ihm, stand genau an dem Ampelstreifen, als er aufeinmal den Rückwärtsgang einlegte und aufs Gas nach hinten trat. Alica und ich wedelten nur so mit unseren Armen herum, weil wir dachten, er würde in den Rückspiegel schauen. Komische Vermutung beim Rückwärtsfahren. Leider half das nicht wirklich, bis mir auf einmal die Eingebung kam und ich die Hupe betätigte. Er kam ein paar Zentimeter vor meinem Auto zum Stop. Ein Glück! Einen Unfall kann ich wirklich nicht gebrauchen.
Gelernt habe ich bei der Situation: Amerikaner gucken beim Rückerwärtsfahren nicht nach hinten. Merkt euch das!

12. Oktober 2014
Bis zum heutigen Zeitpunkt unser vorerst letztes Abenteuer.
Wir entschlossen uns, nach einem ruhigen Tag, noch einmal raus zu wollen und freundeten uns mit dem Gedanken an, Essen zu gehen.
Wir fragten Alicas Gastmama nach einem schönen Restaurant in der Nähe und machten uns auf die Socken.
Vom Optischen her gefiehl uns das Lokal echt gut und auch die Speisekarte hörte sich schmackhaft an. Schließlich kam unser wohlverdientes Essen. Wir schlemmten, was das Zeug hielt.
Kurz bevor wir die Teller leer geputzt hatten, hob ich eine Pommes und was sich darunter verbarg, ließ unser Essen wieder hochkommen. Ich musste ein totes 'Stinkbug' (kleine Käfer, die ganz fürchterlich stinken, wenn man sie zerdrückt) entdecken. Dass sich mir mein Magen sofort umdrehte, muss ich bestimmt nicht zweimal sagen!
Als ich einer Kellnerin meinen Fund präsentierte, nahm sie mir mit dem einfachem Wort 'Okay' den Teller weg.
Später kam unsere Servicekraft und erzählte mir, dass ich das Essen nicht bezahlen müsse. Das hätte ich so oder so nicht.
Sie brachte also die Rechnungen, der Appetit auf einen Nachtisch war uns vergangen. Meine fiehl nicht sonderlich hoch aus, ich sollte 2,43$ für meine Getränke bezahlen. Ich legte ihr also einen 5$ Schein hin. Hier kam der nächste Höhepunkt. Sie brachte mir 2,50$ als Wechselgeld wieder. 7 Cent behielt sie einfach! (Okay, es sind nur 7 Cent, vielleicht reagiere ich ein wenig über, aber ich finde das irgendwo doch recht dreist). Nachdem Vorfall mit dem Insekt in meinem Essen und den behaltenen Cents, war mir absolut klar, hier kommst du nicht nochmal her. Alica sieht es ein Glück ähnlich. Trinkgeld ließ ich keines da, hatte sie sich ja ohnehin schon genommen.
Ich bin enttäuscht. So ein Vorfall kann vorkommen (sollte es nicht, aber kann). Aber sich nicht zu entschuldigen, nicht mal ein kleines Wort raus zu bringen, das finde ich sehr schlecht!

Mit diesen vielen Worten und Erlebnissen entlasse ich euch nun in den wohlverdienten Feierabend und wünsche euch noch eine schöne Restwoche!

Kuss und Schluss
Franziska <3




Samstag, 11. Oktober 2014

Woche 12

Zu dieser Woche moechte ich mal ausnahsmweise weniger Worte verschwenden. (Ich tippe diese Zeilen auf meinem neuen Laptop, der gestern bei mir einziehen durfte. Und da er noch auf die amerikanische Tastatur eingestellt ist, bin ich noch nicht in der Lage jegliche ae's, ue's und oe's uns sz's auszuschreiben. Das nur vorab!)

Diese Woche ist, wie die Ueberschrift schon verraet also die insgesamt 12. Woche in den USA. Wir befinden uns immer und immer mehr in einem Alltagstrott. Kaum neue Dinge geschehen, kaum spannende Erlebnisse habe ich zu berichten. Um euch nicht Ende jeder Woche immer auf die gleiche Art und Weise zu langweilen, versuche ich es abwechslungsreich zu gestalten. Was bei aber kaum Material nicht grad ein Zuckerschlecken ist. Hoffen wir, dass das ganze nur die Mittelphase des ersten Abschnitts ist und bald Besserung bevor steht!

Wie also verkuendet, versuche ich euch dieses Mal meine Woche anschaulicher zu demonstrieren.

Montag.
Ein Treffen mit meiner AD stand am Abend an. Einfach, um mal rauszukommen und ein wenig andere Gesichter zu sehen.
Finde den Fehler
Ausserdem versuesste mir der Postbote den Tag, in dem er mir ein Paeckchen von meinen lieben Grosseltern da liess. Darin jede Menge Naschzeug, eine gute Bettlektuere und ein schoener Brief mit ganz tollen Worten.

Dienstag.
Wer erwartet uns denn da???
Ein ganz ruhiger und entspannter Tag. Mit einem guten Buch verging jedoch auch dieser wie im Flug.

Mittwoch.

Guten Abend Carlisle.
Diese Bilder sind beim Fussball Training vom Maeuschen entstanden und haben den Tag auf besonders goldene Weise abgeschlossen. Leider war das auch vorerst das letzte Mal, dass wir die Sonne zu Gesicht bekamen...

Donnerstag.
Typisch Franica!
Ein Tag mit etwas mehr Erlebnissen. Dafuer ist der Donnerstag da. Alleine schon die Tatsache, dass ich mich mit Alica treffe, laesst jeden Donnerstag zu einem kleinen Abenteuer werden. (Neben dem Wochenende) ein Lichtblick in jeder Woche.


Meine Damen und Herren, ich praesentiere Ihnen Pommes.
Ein Oktoberfest der amerikanischen Art formte den Abschluss diesen Donnerstags. (Ausser einer Bratwurst und Flaggen in weiss/blau und schwarz/rot/gold liess sich aber auch hier nichts deutsches entdecken. Noch nicht einmal deutsches Bier!)

Freitag. 12!
Tattoo made by J!
Ein Arbeitswochenendtag, wie jeder andere. Etwas lustlos und mit den Gedanken schon lange beim Ausschlafen vom Samstag.

Mit diesen Worten und Eindruecken entlasse ich euch in den Samstagabend. Habt eine gute Nacht und einen daraufhin folgenden schoenen Gammel-Sonntag!

Kuss und Schluss
Franziska <3
 

Montag, 6. Oktober 2014

Willkommen im Herbst

Zwar hatte ich euch schon im letzten Post von unserem Wetterumschwung erzählt, jedoch hat das Wochenende einiges getoppt.

Mein Freitag war nach dem geschriebenen Post nicht mehr ganz so spannend. J und ich haben ihn gemütlich daheim ausklingen lassen, abends gab es zu Krönung (mein HD hatte Geburtstag) Pizza, die er von unterwegs mitbrachte. Das war so ziemlich das einzig spannende/tolle an dem Tag.
Leider hielt das Wetter sich auch sehr bedeckt, alles war grau in grau, weswegen man keine große Lust bekam, den Herbst zu genießen. Im Gegensatz zu Braunschweig. Von allen Seiten erreichten mich Nachrichten, darüber, wie sehr man so ein schönes Wetter am Tag der deutschen Einheit genießen könne und meine ganze Facebook Neuigkeiten Seite war übersät von Bildern voller Sommer, Sonne, Sonnenschein und guter Laune. Da vermisst man die Heimat direkt doppelt.
J hat ihn entdeckt
Samstag. Ein wirklich überaus langweiliger und unspektakulärer Tag, den ich zum größten Teil im Bett verbracht habe. Was ich mir aber bei sportlichen 10°C draußen ehrlich gesagt auch nicht verdenken kann. An Tagen, wo schon von vornherein feststeht, dass man sie allein verbringt, macht sich die Einsamkeit besonders bemerkbar. Die Zeit ließ sich dennoch mit einer fast ganzen Glee Staffel und ein paar Seiten meines Buches vertreiben.
Am Abend brannte der Himmel.
Allerdings muss ich gestehen, ich habe an diesem Wochenende meine Liebe zum Briefe schreiben gefunden. Bald dürfte der ein oder andere vielleicht einen kleinen bunten Umschlag in seinem trüben Briefkasten finden (Das Beste am Briefeschreiben ist es, den Umschlag zu verzieren!)

Zum Vollenden des Wochenendes fehlt natürlich noch der Sonntag. Auch dieser war eher ruhig statt Jubel, Trubel, Heiterkeit. Den Vormittag ließ ich wieder ohne große Taten an mir vorbeiziehen. Ein paar Briefe wurden beendet, ein paar Seiten in der Geschichte meines Buches wurde sich vorgearbeitet.
Am Nachmittag jedoch hatten wir eine Kleinigkeit geplant und so schwungen wir uns alle ins Auto und düsten in den Nachbarort, in dem uns 'Skyzone', eine Halle voll mit Trampolinen, erwartete.

Hier entdeckt jeder nochmal das Kind in sich
Kleiner Rat: Erst vor zwei Wochen hatte ich die perfekte Jeans gefunden. Okay, perfekt vielleicht nicht ganz, weil in der Länge ein/zwei Zentimeter fehlten, jedoch gab das der Hose ihren ganz eigenen Pepp und sie fungierte eher als 7/8 Hose.
Neben dieser Kleinigkeit, war sie ansonsten jedoch ein Traum. Sie saß eins A und wie sich der Stoff so um meine Beine schmiegte, fühlte ich mich direkt wohler. Ich glaube jede Frau, weiß wovon ich spreche. Verfluchen wir doch den Hosenkauf, sind wir totaler Freude, wenn wir ein Exemplar gefunden haben, welches unseren hohen Anforderungen entspricht. Danach wird wochenlang erstmal nichts anderes getragen. Jede wird da die ein oder andere Geschichte zum Besten geben können.
Und dass meine Jeans auch noch ein Zufallsgriff war, machte unsere Geschichte perfekt. So kam es, dass ich sie auch gestern zum Trampolin springen ausführen wollte. Und jetzt kommt mein Rat. Wenn euch etwas wirklich wichtig ist, nehmt es zu solchen Dingen nicht mit.
Denn so geschah es, dass ich auf das erste Trampolin sprang und alles was ich in diesem Augenblick hörte war ein lautes 'Krssssssh!'. Ach du heiliger Bimbam!
Dreimal drüft ihr raten.
Huch!
So schnell sich unsere Wege also getroffen haben, so schnell dürfen wir uns auch wieder voneinander verabschieden.
Trotzdem hat das ganze Herumhüpfen super Spaß gemacht und ich bin mir sicher, J und ich werden die Gelegenheit noch öfter nutzen. Dann jedoch mit einer Sporthose oder ähnlichem!!

Auf dem Rückweg haben wir dann noch etwas die 'Landschaft' bestaunt.

Schaut ein wenig aus, wie in Österreich, finde ich
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart und macht euch bereit für den Winter. Er kommt schneller, als ihr es ahnt! (Heute Morgen, als ich J zur Schule brachte, hatten wir stolze 4°C. Brrrrr!)

Kuss und Schluss
Franziska <3

Freitag, 3. Oktober 2014

Hello October!

Kaum zu glauben, da haben wir doch schon das Ende der ersten Oktoberwoche erreicht! Damit tauchen wir nun vollkommen in die nächste Jahreszeit ein. Der Herbst! Und genau mit dem Kalender Umsprung auf den zehnten Monat, wechselte auch das Wetter schlagartig.
Aber eins nach dem anderen.

Montag, 29.09.
Wenn wir mal ehrlich sind ist Montag doch eines der größten Ar***löcher, die wir kennen oder? Gerade, wenn man sich an seine freie Zeit gewöhnt hat, überlegt hat, was man damit anstellen möchte, wird man unsanft aus seinen Träumen gerissen. Viel zu müde und viel zu schlecht gelaunt müssen wir in eine neue Woche starten. Wieso schlecht gelaunt? Na weil es einfach Montag ist, da ist der Name Programm.
Ähnlich geht es auch mir. Und deswegen habe ich diese Woche mal ein kleines Projekt angefangen. Ich habe mir jeden Tag notiert, was an ihm das schönste war und wenn es nur die drei Sonnenstrahlen waren, die dich nochmal erhitzt haben. Und an meinen Kleinigkeiten möchte ich euch gerne teilhaben, denn das macht die Tage eindeutig erträglicher.

1. Ich habe ein neues Buch angefangen (deswegen mag ich es so, J zum Gymnastik zu bringen. Da habe ich ohne Entschuldigungen eine ganze Stunde Zeit mich vollkommen in andere Worte und Geschichten fallen zu lassen).
2. J und ich haben uns unheimlich cool beschmückt.
Welches gehört wohl zu wem?

3. Und ich habe auf dem Rückweg vom Turnen einen unheimlich schönen Sonnenuntergang erleben dürfen. Einen sehr typisch herbstlichen würde ich mal sagen.
Ich sag ja, mein neues Lieblingsmotiv sind Sonnenuntergänge.
Dienstag, 30.09.
1. Ich habe ein mysteriöses Päckchen erhalten. Es war an mich adressiert von einer Adresse, die ich nicht kannte. Das ganze hat mir schon Angst gemacht, denn man weiß ja nie. Außerdem ist es bei mir üblich, dass ich eine Sache höre oder sehe und mein Gehirn sofort weiterspinnt, was es wohl damit auf sich haben könnte!
Schließlich habe ich mich jedoch überwunden und habe das Paket geöffnet. Vorgefunden habe ich eine Kiste voll mit deutschen Büchern. Zugesendet wurde mir diese von der Cousine meines HDs, die in Texas wohnt und Deutsch an einer High School unterrichtet. Sie hatte gehört, dass ich auf der Suche, nach deutschen Büchern bin und hat mir diese dann geschickt. Total lieb, oder??
2. Nachdem ich J von der Schule abgeholt habe, haben wir entschlossen Crêpes zum Abendbrot zu essen.
Yummi!
3. Abends habe ich mein erstes richtiges Gewitter hier mitbekommen. Es glich schon einem kleinen Sturm und ich hatte Angst, dass der Regen durch meine Klimaanlage seinen Weg in mein Zimmer findet. Das war zum Glück allerdings nicht der Fall.

Mittwoch, 01.10.
1. Ich habe Cascada im amerikanischen Radio gehört. Ich dachte, ich traue meinen Ohren nicht! Ich hätte niemals gedacht, hier ein Lied von ihr zu hören!2. Ich hatte ein paar sehr schöne Gespräche mit ein paar meiner deutschen Freunden. Dank Whatsapp/Skype oder ähnlichen Nachrichtendiensten heutzutage zum Glück trotz super weiter Entfernung, kein Problem. Noch einmal ein großes Danke an die beiden Mädels!

Donnerstag, 02.10.
1. Donnerstag bedeutet Franica Tag! Sprich ein Tag, an dem Alica und ich uns treffen und alles mögliche unternehmen.
Erstmal eine Stärkung
 2. Wir haben uns für unsere erste Weekend Class Anfang November in Maryland angemeldet. (Als AuPair musst du College Credits und Kurse belegen, damit du dein Jahr, als erfolgreich abschließen kannst. Das kannst du an einem College machen oder via Weekend Classes. Wir haben uns für zweites entschieden)
3. Ich habe Muffins für den Geburtstag meines HDs kreiert.


Freitag, 03. 10. Tag der deutschen Einheut!
Da ich heute erst den Post schreibe und wir es erst 9.30 Uhr haben, kann ich zum heutigen Tag noch nicht so viel sagen. Mein HD hat heute Geburtstag und ich habe ihm heute Morgen eine Kleinigkeit vorbereitet.
HAPPY BIRTHDAY!
Kerzen oder gar ein Feuerzeug habe ich jedoch leider nicht gefunden, deswegen musste er sich mit diesem und imaginären Kerzen, die ich auf unser Terminboard gemalt habe, zufrieden geben.
Was ich heute noch so erlebe, werdet ihr bestimmt in meinem nächsten Post erfahren :-)

Ich wünsche euch ein ganz fantastisches Wochenende! Mit jeder Menge gutem und schönem Wetter und ein paar letzten Sonnenstrahlen.
Kuss und Schluss
Franziska <3