Donnerstag, 30. Juli 2015

NEU NEU NEU

Vielleicht hat der ein oder andere schon die Änderung des kleinen aber feinen Details meines Blogs entdeckt. Für all diejenigen, denen dies jedoch noch verborgen geblieben ist, erwähne ich es eben offiziell!

WIR SIND NACH ARLINGTON, VIRGINIA GEZOGEN!

Dass es uns in eine andere Stadt getrieben hat, habe ich ja bereits in meinem ersten Travelbericht über die Westküste anklingen lassen. Nun sollte auch jeder wissen, wohin es uns dieses Mal verschlagen hat.

Arlington, VA ist eine gar nicht mal so kleine Stadt am Rande Washington DCs.
In den paar Wochen, die wir nun schon hier wohnen habe ich schnell erkennen müssen, dass sie keineswegs dem kleinen beschaulichen Carlisle PA gleicht.

Schwerer Verkehr, verrückte Autofahrer. Für jede Strecke braucht man hier einen fahrbaren Untersatz. Trotzdessen liegt alles in einem Radius von ungefähr 10 Minuten. An öffentlichen Verkehrsmitteln mangelt es hier nicht, in fact haben wir sogar direkt eine Bushaltestelle vor unserer Haustür.

Auch das AuPair Netzwerk ist hier ein total anderes. Beziehungsweise, hier gibt es eines!!
Die letzten Tage, habe ich also fleißig daran gearbeitet, aus dem Rest meiner Zeit, das Beste zu machen! Hat auch ganz gut funktioniert, denn ich habe ein paar ganz liebe gleichgesinnte Mädchen gefunden.

Und wie ich hier so die andere Seite von dem Aupair Leben erfahre, werde ich ein wenig traurig, dass ich so viel meiner freien Zeit in Pennsylvania in meinem Zimmer saß. Einfach, weil niemand dicht herbei war, mit dem man schnell nach der Arbeit noch ein Stück Kuchen ist und sich auf das 'Privatleben' konzentrieren kann.
Aber nun gut, vergangenes kann man nicht ändern, man kann nur daraus lernen :-)

So mit entlasse ich euch erstmal in das Ende der Woche und wünsche jetzt schon ein wundervolles Wochenende!

Kuss und Schluss
Franziska <3


Dienstag, 21. Juli 2015

Travelreport - fun in the sun 2.0

Dienstag, 23.06.
Pausentag. Die Limoparty noch in den Knochen steckend, schlafen wir alle etwas länger, als gewöhnlich. Zeitgleich zum ersten Wachwerden, fängt mein Magen an zu knurren. Schnell wird sich der Bikini an und etwas weiteres darüber gezogen. Etwas später treffen wir uns alle in dem Hotelrestaurant zum Frühstück wieder. Dieses war die reinste Katastrophe! Nachdem ich mit eiskaltem Wasser einen unfreiwillige Dusche bekam, mussten wir insgesamt länger als 30 Minuten auf unser Essen warten, während eine andere Person aus unserer Gruppe schon ihr Essen serviert bekommen hatte und somit alleine speisen musste.  
Ein Glück hatten wir schließlich alle etwas im Magen und machten uns auf den Weg zum Pool um uns dort von den vorherigen Campingnächten etwas zu erholen.
Gegen frühen Nachmittag entschieden wir uns jedoch, noch einmal den Strip entlang zu wandern und uns an einem der vielen Ticketständen ein paar Karten für ein Buffet (für welche Las Vegas unter anderem sehr berühmt sind) zu kaufen. Was für ein Tag - faulenzen und essen. Ganz nach meinem Geschmack! Und so verging auch der Pausentag ruhig und entspannt zu Ende.

Mittwoch, 24.06.
Von einem heißen Ort direkt zum nächsten. Und so geschah es, dass wir einige Stunden nach dem frühen Aufbruch im Death Valley waren. Wir hatten Glück und erreichten noch vor der Mittagssonne den heißesten Punkt der Erde. Wahrscheinlich gerade deswegen waren wir alle etwas überrascht, dass es gar nicht so warm war, wie erwartet. Tatsächlich waren Lake Havasu und Las Vegas um einige Grade heißer. Wir fackelten nicht lange und nachdem wir etwas im Valley herumgestöbert waren, ging es schnell zurück in den klimatisierten Bus - ein Hoch auf die Technologie!
Das nächste Ziel hätte auf den ersten Blick nicht unspektakulärer sein können. Ein kleines Örtchen mit dem Namen Bishop wurde unser nächtliches Domizil. Allerdings hatte unser Tourguide ein Ass im Ärmel und so fuhren wir alle in der nächtlichen Dämmerung zu einem echten Geheimtipp. 'Hot Springs' nannte sich das Ganze. Im Grunde genommen waren das kleine Whirlpools, die Mutter Erde uns geschenkt hat. Kleine Teiche, die ganz warm waren (und bestimmt immer noch sind).
Dort verbrachten wir ein paar Stunden, in denen wir viel redeten und uns noch ein wenig besser kennenlernten. Ach! Und hier besuchte mich auch meine Freundin die Fledermaus mal wieder! Anscheinend hatte diese über den Quellen/Teichen ihr Familientreffen, denn es wimmelte nur so von diesen Tieren. Der Tag endete mal wieder mit dem Schlaf unter dem freien Sternenhimmel.
Fazit: Das Death Valley war ganz anders, als ich es mir zuvor ausgemalt hatte. Ich dachte eher an eine typische Wüste mit viel Sand und vielleicht sogar Sanddünen. Natürlich ist das Valley eine Wüste, aber ich würde sagen, keine normale (wenn es das denn gibt). Anstatt richtigem Sand, ist der Boden ausgetrocknet und rissig. Felsen kann man ab und an erspähen. Von diesem Fleck der Erde, bin ich etwas enttäuscht. Bishop und seine Natur-Whirlpoole hingegen, haben mich wieder zum Staunen gebracht. Es ist faszinierend, was Mutter Natur alles so zaubern kann!
 
Donnerstag, 25.06
Heutiges Ziel: Yosemite! Ein wunderschöner Nationalpark mit jeder Menge Wander- und Spaziergelegenheiten.
Nachdem wir Yosemite erreichen, ist unsere erste Aufgabe einen kleinen Berg zu erklimmen. Als wir die Spitze schließlich erreichen, sind wir erleichtert. Der Anstieg hatte es ganz schön in sich. Die Mühe jedoch macht sich mit einem wunderschönen Ausblick mehr als bezahlbar.
Zum Mittagessen treffen wir uns am Tenayalake, der wunderschön zwischen den Bergen liegt. Nachdem wir gestärkt und gekühlt wieder frisch in den Bus steigen, stoppt dieser als nächstes am 'Half Dome', dem Aussichtspunkt über einen weiten Teil des Parks.
Am Nachmittag hatte ich noch einen weiteren Programmpunkt dazu gebucht - ein Ausritt durch Yosemite!
Fazit: Yosemite ist einzigartig und atemraubend. Ich muss sagen, dieser Stop war mein Favorit unter all den Dingen, die wir gesehen haben. Ich empfehle jedem, der die Möglichkeit hat, sich diese Schönheit anzuschauen und sich selbst ein Bild zu machen! Den Ausritt allerdings hätte ich mir sparen können. Er war nicht halb so gut, wie erwartet und hat mir nicht das gezeigt, was ich gerne hätte sehen wollen. Thumbs down!


Freitag, 26.06.
Die erste Wehmut kommt auf! Auf der Fahrt von Yosemite nach San Francisco haben wir alle etwas Zeit, die letzten Erlebnisse zu verarbeiten und realisieren auf einmal, dass heute unser letzter Tag ist! Kurz bevor uns diese Gedanken so richtig runterziehen können, sind wir jedoch angekommen. Als erstes steht auf dem heutigen Tagesplan die Golden Gate Bridge. Nachdem wir aus dem Bus steigen wird uns schnell bewusst, dass in San Francisco andere Winde wehen. Und was für welche! Leider spielt auch das Wetter sonst nicht so gut mit und die schüchterne Brücke ist mal wieder in einen Schleier aus Wolken gehüllt. Das jedoch kann unserer Laune nichts anhaben. Der letzte Tag soll nochmal gebührend gefeiert werden!
Als nächstes werden wir nach Fishermans Warf kutschiert, wo wir mal wieder 'Freilauf' haben. Auf eigene Faust erkunden wir nun dieses weitere Wahrzeichen von SF.
Als wir abends in die Betten fallen sind wir durchgefroren, durchgewindet, traurig und glücklich zu gleich.
Fazit: Mit der Golden Gate Bridge muss man einfach Glück haben. Zu schnell und zu oft, ist diese in den Wolken verschwunden, alles was bleibt sind starke Winde. Wenn sie sich jedoch für einen Moment traut, sich zu zeigen, ist sie genau das, was man von Bildern kennt!
Auch Fishermans Warf ist fantastisch. Beinahe einer meiner Lieblingsorte von San Fan.

Samstag, 27.06. - das Hoteldisaster
Nachdem die ersten schon früh morgens abreisen mussten, machen wir uns erneut auf Entdeckungstour. Durch Zufall entdecken wir einen bunten Markt direkt an der Hauptstraße der Stadt. Wie sich herausstellt ist dieses Wochenende PRIDE (ein großes Fest zu Ehren der Schwulen und Lesben). Auf dem Markt verbringen wir fast den ganzen Tag. Es gibt so viel zu sehen, an jeder Ecke türmen sich Glitzer und Regenbogenfarben. Ein Mensch ist verrückter, als der andere und generell herrscht über dem gesamten Platz eine unglaublich freie und spaßige Atmosphäre! Ganz getrieben von dieser, fließen wir mit dem Strom durch die Straßen.
Am frühen Nachmittag jedoch, haben wir vorerst genung und nehmen ein Taxi an den Rand der Stadt. Dort stehen zwei Hügel (Twin Peaks), von denen aus man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt hat. Gegen Abend wird es Zeit und meine Reisebegleitung und ich maschieren die steilen Straßen zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage hinauf. Wir haben nämlich noch ein paar Tage extra in dieser besonderen Stadt, ganz auf eigene Faust gebucht.
Als wir an unserem Hotel ankommen, trifft es uns wie der Schlag! Das Gebäude ist herunter gekommen und eine Gestalt schaut gruseliger aus, als die andere. Am Zimmerrahmen sieht man Brecheisen Abdrücke, als hätte jemand schon einmal versucht in dieses einzubrechen. Die Toilette ist dreckig, unhygienisch und eine Kakerlake sitzt auf dem Rand. Das gesamte Hotel wird von einem stinkigen unangenehmen Geruch überdeckt. Eins steht fest, hier bleiben wir nicht! Schnell wird das mobile Telefon zur Hand geholt und das Internet nach neuen Unterkünften durchforstet. So schnell, wie unsere erneute Suche auch angefangen hat, endet sie auch wieder. Nach diversen Seiten steht nämlich fest, dass durch das besondere Pride Wochenende ganz San Francisco fast restlos ausgebucht ist! Eine letzte Möglichkeit fällt uns wie Schuppen vor die Augen! Ein anderes Pärchen, das wir auf der Tour kennengelernt haben, bleibt auch noch für ein paar Tage in der Stadt. Flink schweben meine Finger über die Tasten und nach ein paar Malen hin und her steht fest, dass wir erst einmal hier raus müssen. Das bestellte Taxi bringt uns zu ihrem Hotel und gemeinsam suchen wir nach einer weiteren Lösung. Schießlich trauen wir uns und fragen den lieben Herren an der Rezeption, ob wir für eine Nacht zu viert in einem Zimmer nächtigen können. Er gibt ein und ein riesiger Brocken fällt von meinem Herzen! Erleichtert und total glücklich richten wir uns für eine Nacht in dem kleinen Hotelzimmer von dem anderen Paar ein. Am nächsten Tag, ziehen wir in ein Zimmer gegenüber (in der gleichen Pension) ein. An dieser Stelle möchte ich A und M noch einmal von ganzem Herzen danken!! Was hätten wir nur ohne euch getan? Ihr seid einfach die Retter in der Not gewesen, haha!

Sonntag, 28.06.
Nach einer kurzen Nacht geht es weiter mit dem Abenteuer. Gemeinsam mit A und M gehen wir zurück zur Marketstreet, auf der heute die Pride-Parade stattfindet. Ganze zwei Stunden stehen wir am Straßenrand, schauen und staunen und können teilweise unseren Augen kaum trauen. So viele bunte Menschen, so viel schillernde Kostüme und so viel Lebensfreude!
Als unser Magen schließlich knurrt, räumen wir das Feld und suchen nach einem kleinen Stop. Den Nachmittag verbringen wir in einer Mall, direkt an der Marketstreet. Nachdem wir dort etwas Zeit verbracht haben und uns wieder auf den Weg zum Hotel machen wollen, sehen wir gerade noch, wie der letzte Wagen von der Straße rollt. Wir sind erstaunt, ganze 7 Stunden hat diese Parade gedauert!

Montag, 29.06.
Nach einem bunten und lauten Wochenende entscheiden wir uns, den Tag heute etwas ruhiger angehen zu lassen. Erneut spazieren wir die Marketstreet entlang. Das erste Mal können wir sie ganz normal sehen und entschließen hier etwas zu stromern. Rechts und links reihen sich Geschäfte aneinander, in die wir abwechselnd hineinschnuppern.

Dienstag, 30.06.
Wir haben schon seit längerem Alcatraz Tickets gebucht und heute ist der Tag der Tage. Da wir erst ab dem Nachmittag befugt sind, die Insel zu betreten, verbringen wir den Vormittag mal wieder am Fishermans Warf. Als es schließlich soweit ist, bringt uns ein kleines Bötchen auf die isolierte Insel. Auch hier pustet der Wind wieder aus allen Backen. Nach einem kleinen Film über Alcatraz, steigen wir den Berg hinauf und gelangen schließlich am Gebäude an. Dort folgen wir einer kostenlosen Audio Tour durch das ganze Gefägnis und wieder bin ich fasziniert. Von der gesamten Geschichte die hinter dem Ganzen steht!

Mittwoch, 01.07.
Der Tag beginnt mit einem langen Spaziergang zu den Painted Ladies, eine ganz besondere Häuserreihe. Auf dem Weg dahin schlendern wir durch ein ganz schönes Viertel und ich bin beeindruckt von den vielen verschiedenen Seiten San Franciscos.
Nach einer kurzen Stärkung zum Mittag, ist das nächste Ziel Chinatown. Da ich zuvor noch nie in einem Chinatown, egal in welcher Stadt, war, bin ich kurz sprachlos. Genauso stelle ich mir das richtige China auch vor! Wir stoppen in einer Bäckerei und kaufen einen großen Beutel Glückskekse! Diese liebe ich einfach! Den Abend lassen wir mit unseren Gedanken noch bei all den gesammelten Eindrücken mal wieder am Fishermans Warf ausklingen.

Donnerstag, 02.07.
Und auch der schönste Urlaub und das spannenste Abenteuer hat irgendwann ein Ende...

Fazit: San Francisco hat mich nicht enttäuscht! Ich finde, es ist eine unglaublich schöne Stadt und ich bin froh, dass ich diese besuchen und auf ihre besondere Art und Weise am eignen Leib erleben durfte. Auch das gerade an diesem Wochenende Pride war, hat mir unglaublich gut gefallen. Besser hätten wir uns unseren Zeitpunkt gar nicht legen können. Pride ist eine Erfahrung ganz für sich gewesen. 
Auch Alcatraz war wunderbar! Es steckt noch so viel mehr hinter dieser Insel, als nur das Gefängnis. Wenn ihr nach San Francisco kommt, macht unbedingt klar, dass ihr schon früh im Voraus Tickets bucht, ihr werdet nicht enttäuscht werden! 
Fishermans Warf ist, wie schon erwähnt, mein Lieblingsort gewesen. Da hab ich mich als Norddeutsche etwas heimisch gefühlt :-) Auch Chinatown ist einen Besuch wert, finde ich.

Überblick: Ich bin froh, dass ich die Tour mit AuPairAdventures gemacht habe. Ich bin auch sehr froh darüber, dass es Organisationen gibt, die solch Abenteuer anbieten. Mir hat es unglaublich gut gefallen, dass die Tour sehr individuell und einzigartig ist. Die Reisenden sind Teil der Gestaltung, das heißt, wenn man von einem Ort gehört hat, der auf der Reise liegt und genügend Zeit ist, kann es passieren, dass man auch dort stoppt. Auf der anderen Seite, wird eine solche Tour auch durch das Wetter und andere unbeinflussbare Dinge geformt. Ein Stau kann einem den schönen Sonnenuntergang klauen, der Regen kann ein Schlafen unter den Sternen verhindern. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen finde ich diese Reise so besonders und toll!
Außerdem bin ich sehr dankbar für all die Menschen, die ich kennenlernen durfte! Ich bin dankbar für all die Momente, die ich erleben durfte und dass ich sie mit liebgewonnenen Menschen teilen konnte. Die zwei Wochen kann mir keiner mehr nehmen und niemand wird je wieder genau das Erleben, was ich oder wir erlebt haben!
Ein großes Danke an alle, die dabei waren und den Spaß so unvergesslich gemacht haben!

Kuss und Schluss
Franziska <3

Samstag, 18. Juli 2015

Travelreport - fun in the sun!

Lang lang ist's her.. Kaum zu glauben, dass die Tour und der Urlaub an der Westküste schon wieder seit knapp drei Wochen der Vergangenheit angehören!

Trotzdem sind die Erinnerungen an eine wunderschöne Zeit immer noch präsent und bevor sich diese mit all ihren Details etwas verflüchtigen möchte ich sie gerne aufs virtuelle Papier bringen!
Ich lade euch nun also ein, mit mir noch einmal meine Reise an der Westküste entlang, revue passieren zu lassen.

Vorab ein kleiner Aupair-Tipp: Spart euer Geld! Dreht jeden Cent zweimal um und überlegt euch genau, ob ihr euer gut verdientes Geld nun in ein paar neue Schuhe oder die nächste Reise investiert! Es wird sich lohnen! Ich selber bereue es etwas, mein Geld nicht ein wenig mehr im Schach gehalten und es mehr für das Reisen ausgegeben zu haben. Ich verstehe, dass man die neue Designer Tasche unbedingt haben muss, das wöchentliche Gehalt macht es einfach. Aber ich sage euch, die Momente, die ihr auf euren Reisen oder spätestens im Reisemonat einsammeln könnt, kann euch kein materielles Item wiedergeben! Ihr seid in einem unbekanntem und facettenreichem Land - nutzt es aus und versucht so viel wie möglich davon wieder mit nach Hause zu bringen. Denn die erlebten Geschehnisse kann euch niemand mehr nehmen! Und wie heißt es so schön? Man ist nur einmal jung!

Genug von meinen Weisheiten, haha. Beginnen wir!

Donnerstag, 18. Juni
Nachdem ich mich morgens noch von J verabschiedet habe, sitze ich kurze Zeit später am Flughafen. Die Zeit zieht an mir vorbei und ehe ich mich versehe, laufe ich den schmalen Gang zwischen den Sitzen entlang, die Augen suchen nach meinem Sitzplatz. In der letzten Reihe erspähe ich dann meine Sitzplatz Nummer. Nachdem mein Rucksack unter dem Sitz verstaut und ein kurzes 'Hallo' an die Sitznachbarn ausgetauscht ist, startet der Flieger. An Board unteranderem mich, ein Aupair, dass ihre Freude über die kommenden zwei Wochen kaum unterdrücken kann.
5 Stunden später habe ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen, einen so turbulenten Flug habe ich lange nicht mehr erlebt! Das alles ist jedoch schnell vergessen, als ich am Gepäckband meiner besonderen Person, die mit mir das kommende Abenteuer bestreitet, in die Arme springen kann!
Nach einer Pizza zum Abendbrot, schlummern wir schnell in dem großen Bett. Der Jetlag hat uns beide doch etwas erwischt.

Freitag, 19. Juni
Nach einem erholenden Schlaf, wird schnell der Plan des Tages erstellt.
Mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln geht es zum Hollywood Boulevard. Nach einer Stunde in einem stickigen und sehr überfüllten Bus, spuckt dieser uns nun endlich aus. Soweit das Auge reicht, sieht man Armut. Von dem ersten Schock erholt, spazieren wir los.
Ich muss gestehen, ich war arg enttäuscht! Bis auf einen kleinen Teil (Chinese Theatre, etc) ist der Hollywood Boulevard heruntergekommen und ekelig. Viele Obdachlose sitzen bettelnd am Straßenrand, hoffen auf die Touristen, die sich vom 'richtigen' Boulevard verlaufen. Überall steigt einem ein beißender Urin Geruch in die Nase. Ich bin perplex.
Fazit: Der Hollywood Boulevard ist definitiv mehr Schein als Sein!



Samstag, 20. Juni - TOURSTART! 
Etwas nach 8.00 Uhr morgens trudeln verschlafen die letzten Teilnehmer der Tour ein. Auch unser Guide wirkt, als könne sie noch eine Mütze Schlaf gebrauchen! Murmelnd und noch schüchtern stellen wir uns alle kurz vor. Danach werden die Regeln und Bedingungen verkündet und schließlich wird das Gepäck im Anhänger verstaut. Als wir auch den letzten Koffer unterbekommen haben, geht es in den Bus. Erster Stop - Venice Beach!
So ein unglaublich schöner Strand! Hier verbringen wir ungefähr eine Stunde, in der wir unsere Füße im noch kaltem Meerwasser baden und dadurch langsam wacher werden.
Auch die ersten Gespräche entwickeln sich langsam und es entstehen schnell kleine Grüppchen.
Ich fange an, den Plan von gestern etwas zu bereuen und wünsche, wir hätten eher an einem der schönen Strände uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Nachdem nun alle sichtlich wacher und lebendiger zurück zum Bus kehren, stoppt dieser als nächstes am Beverly Hills Sign, Rodeo Drive und schließlich erneut am Hollywood Boulevard. Dort haben wir 'Auslauf' und können uns etwas stärken.
Als uns der Bus, nach 7 Stunden on the road, das nächste Mal ausspuckt ist es bereits dunkel und wir sind in einem anderen Bundesstaat angekommen. Am Lake Havasu verbringen wir die Nacht. Es ist verdammt heiß, sodass der Sprung in den kalten See wie der pure Luxus erscheint! Während wir alle uns über die Abkühlung erfreuen, grillt unser Guide ein paar Burger und nachdem wir wie wilde Raubtiere über diese herfallen, schauen wir erschöpft aber glücklich umher. Die Möglichkeit ein Zelt für diese Nacht aufzubauen nimmt niemand an und so schlafen wir alle unter freiem Sternenhimmel direkt am Seeufer. Etwas schöneres eine solche Tour zu starten gibt es nicht, finde ich!
Fazit: Den Stränden von LA hätten wir definitiv am vorherigen Tag Beachtung geben sollen! Am Beverly Hills Sign haben wir die großen Palmen Alleen gesehen, welche für mich der Inbegriff von Los Angeles sind. 
Lake Havasu war auch im Dunklen wunderschön und einen Stop an diesem See empfehle ich auf alle Fälle!


Sonntag, 21. Juni
Passend zum Sonnenaufgang (4.30Uhr) beginnt das erste Räkeln an unserer Schlafstätte. Nach einem erneuten Bad im See, werden die Schlafsäcke und Matratzen wieder zusammen gerollt und alles verstaut. Dann ist es Zeit fürs Frühstück und erneut begeben wir uns auf die Straße. Nächster Stop - Gran Canyon National Park!
Als wir nachmittags an dem heutigen Ziel ankommen, werden schnell die Zelte aufgebaut. Dann geht es weiter und wir werden direkt zum Canyon gefahren. Unser Guide lässt uns an einem kleinen Wanderweg heraus, der wohl ein echter Geheimtipp ist. Nach einem kleinen Walk durch eine schöne Landschaft, erstreckt sich schließlich das Naturwunder vor unseren Augen! Wir sind sprachlos. Das ganze sieht wie eine riesige Fotoleinwand aus! Wir schlängeln uns durch kleine Pfade und entdecken immer schönere Plätze. Wir verbringen den ganzen Nachmittag damit, an den Abgründen der Steine entlang zu balancieren und als es Zeit für den Sonnenuntergang wird, haben wir ein schönes Fleckchen gefunden.



Montag, 22. Juni
Vom Gran Canyon fahren wir die Route 66 entlang. Dort stoppen wir zum Mittag in Seligman, der Geburtsstadt der berühmten Straße. Auch hier haben wir wieder etwas Zeit, das kleine Dorf auf eigene Faust zu erkunden und so laufen wir die Straße rauf und runter, bewundern die kleinen Dinge, die diesen Ort so besonders machen.
Nach ein paar weiteren Stunden erreichen wir Las Vegas und sind fasziniert von dieser Stadt mitten in der Wüste! Anschließend auf das Einchecken im Hotel, streunern wir etwas über den so genannten Strip, der Einkaufsstraße Las Vegas. Zu lange draußen können wir uns jedoch nicht aufhalten, denn es ist unglaublich heiß und stickig!
Abends steht noch ein Highlight auf dem Plan - eine LIMOPARTY! Mit einer großen Limousine, jeder Menge Spaß am Leben und guter Laune geht es mit lauter Musik durch Las Vegas. Was für ein toller Marmelandenglasmoment!
Fazit: Die Route 66 ist ellenlang und scheint an vielen Punkten sehr verlassen. Die kleinen Orte, die jedoch noch übrig sind, sind mehr als lebendig und total süß! Auf jeden Fall sind diese einen Besuch wert - erst Recht, wenn man großer 'Cars'-Fan ist, denn dieser Film wurde von der Route 66 inspiriert, was man vorallem in Seligman sehr schön sieht.
Auch Las Vegas ist klasse. Eine Reizüberflutung und Spieleparadies. Genau das, was man aus diversen Filmen so vermittelt bekommt! 



Mit dem Bericht bis zum besagten Montagabend entlasse ich euch vorerst!
Wie die ganze Reise weitergeht, was wir noch so erleben und meine ganzen Eindrücke findet ihr im zweiten Teil meines Westküsten Trips! (Dieser wird Anfang nächster Woche auf jeden Fall online kommen!!)

Ich wünsche nun ein schönes Wochenende. Ich hoffe, die Sonne kitzelt euch in der Nase und ihr könnt diese auch in vollen Zügen genießen!

Kuss und Schluss
Franziska <3


Mittwoch, 8. Juli 2015

tüddelü

Liebe Freunde der Sonne,

ein knappes Update. Ich bin seit Ende letzter Woche wieder an der Ostküste angekommen. Der Urlaub war wunderschön und zu diesem werde ich noch einen oder vielleicht zwei Posts verfassen.

Mometan schwimme ich jedoch mal wieder von einem Ereignis zum nächsten. 
WIR SIND UMGEZOGEN!! 
Nicht weit und doch in eine ganz andere Welt. Seit Freitag darf ich die neue Stadt nun als meine nächste Heimat betiteln. 
Sprich, ich bin umgeben von einem Labyrinth aus Kartons und noch nicht platzierten Möbel. Glücklicherweise wurde uns das Haus von Freunden zur Verfügung gestellt, wo wir momentan jeden Abend Zuflucht und Ruhe von unserem chaotischen Alltag haben.
Wann wir ins neue Haus, nur einige Minuten entfernt, ziehen werden steht noch nicht ganz fest. Jedoch erst wenn wir dort wohnen werden, kann ich euch meinen Travelbericht der letzten Wochen schreiben, da ich zur Zeit noch kein Internet auf meinem großen Laptop habe.

Viel habe ich noch nicht erlebt, allerdings ist jetzt schon glasklar, dass sich meine nächste Lebensstation stark von der letzten unterscheiden wird.
Wohin es uns dieses Mal getrieben hat, lasse ich bis zum nächsten Mal offen ;-)
(All diejenigen, die schon Bescheid wissen, können sich nun leise ins Fäustchen lachen, haha)

Ich wünsche euch eine blühende und nicht allzu heiße restliche Woche! Ich drücke euch alle ganz dolle!

Kuss und Schluss
Franziska <3