Sonntag, 31. Mai 2015

kurz

Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwer ist.

Eigentlich packe ich gerne meine Koffer. Es bedeutet, alles mitzunehmen, was für mich immer noch wichtig ist. Anderes Gewicht und Gegenstände, Personen und Situationen hinter mir lassen, die mir nicht gut getan haben, oder aber deren Zeit einfach abgelaufen ist.
Alles der vergangenen Tage, Wochen, Monate noch einmal durchschnuppern, noch einmal in Erinnerungen schwelgen (egal, ob gut oder schlecht). Dann schließlich einen Deckel auf das Ganze setzen und es hinter mir lassen.
Ich liebe diesen Neustart, der das Packen für mich verkörpert. Neu, neu, neu. Und damit vielleicht besser?!

Ich habe mich schon lange darauf gefreut, bald mit dem Packen meiner Sachen anfangen zu können/müssen. Jetzt ist es höchste Eisenbahn und schlagartig fallen mir tausend andere Dinge ein, die ich erstmal vorziehe.
Mein ganzes Zimmer, mein Leben des gesamten letzten Jahres in einen Koffer und eine Box zu sperren fällt mir auf einmal nicht ganz so leicht, wie gedacht. Entscheiden, was wichtig genug ist, um es mit nach Hause zu nehmen und was wohl doch leider hier bleiben muss, fällt mir plötzlich schwer. Von Tag zu Tag vertröste ich mich und halte mir vor Augen, dass ich doch eigentlich noch Zeit habe. Von Tag zu Tag, schrumpft die Zahl der Tage, die ich tatsächlich Zeit hätte.

Die ersten 'Goodbyes' stehen vor der Tür. Von unserer Putzfrau, mit der ich mich sehr gut verstanden habe und die ein herzensguter Mensch ist! Von zwei Frauen, mit denen ich einen Teil meiner Zeit hier sehr genießen durfte. Wir bleiben in Kontakt, so viel steht fest, aber es wird trotzdem nicht das Gleiche sein. Wie lange dieser letztendlich auch anhält, steht wohl in den Sternen.
Was jedoch bleibt, ist die Erinnerung (wie poetisch!) und die lässt mich schmunzeln! :-)

Nächste Woche enden so gut wie alle von Js Aktivitäten. In zwei Wochen steht unser nächster gemeinsamer Trip an. Wohin es geht, verrate ich noch nicht, hihi.

Im Ameisenkampf greifen wir nun zu härteren Waffen! Mein HD hat heute morgen die ersten Fallen aufgestellt. Wir haben es versucht, anscheinend wollen es die Viecher nicht anders!

Ansonsten habe ich versucht mit dem Laufen anzufangen. Mein Papa schwört darauf! Dieser hat seine Leidenschaft entdeckt und brennt für diesen Sport. Ich weiß noch nicht genau.. Momentan schaut es eher so aus, als würden wir noch nicht so gut miteinander klar kommen. Sorry Paps, vielleicht muss ich dich bei deinen Laufrunden doch eher mit dem Fahrrad begleiten.

Das war es an dieser Stelle von mir. Kürzer und knackiger als meine anderen Beiträge. Ist aber auch mal nicht schlecht, oder? (Oder kommt mir das nur so vor?)
Ich wünsche ein fabelhaftes Wochenendende mit jeder Menge Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Kuss und Schluss
Franziska <3
Und täglich grüßt die Y.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Travelreport - drei Tage in der Hauptstadt

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, wird gelesen haben, dass ich den größten Teil der letzten Woche in der US-amerikanischen Hauptstadt - Washington DC - verbringen durfte.
Meine Gastfamilie und ich kamen für diese Zeit bei einer befreundeten Familie unter und ich erlebte mal wieder viele Abenteuer. Let's jump right into it!

Nachdem wir Dienstagnachmittag, etwas später als geplant losfuhren, kamen wir schließlich an. Wir aßen gemeinsam Abendbrot und tratschten über Vergangenes. Auch die Familie, die uns einen Teil ihres Hauses als Domizil anbot hat einen Berner Sennenhund. Was auch direkt zum ersten Abenteuer führte. Der Familienhund, so wurden wir extra gewarnt, hat augenscheinlich eine Vorliebe für Papierservietten.
Am folgenden Morgen, als J am Frühstückstisch saß hielt sie es für besonders witzig, dem bettelnden Hund ihre Serviette zu überlassen. Leider war sie sich nicht bewusst, dass dieser sich über diese Idee besonders freute. Glücklicherweise bemerkte ich nur einige kurze Sekunden später davon und konnte das Papier, zwar durchnässt und in Stücken, wieder aus dem Maul des Hundes befreien. Huch, das war nochmal gut gegangen!!
Zwei Minuten später, kam jedoch die Frau des Hauses die Treppe herunter und berichtete von dem nächsten Drama. Y (unser Hund, der natürlich mit nach DC gekommen war) hatte sich heimlich nach oben gestehlt und sich dort an dem Katzenfutter zu schaffen gemacht. Yeay!
So viel Trubel am Morgen vertreibt echt Kummer und Sorgen!

Generell war es ein wenig komisch, morgens in einer total fremden Küche zu arbeiten und J ein ausgewogenes Frühstück zu zaubern. Eine Herausforderung, zumal wenn die eigenen Bewohner selbst versuchen noch etwas zu essen um dann schnell aus dem Haus zu stürmen.
Nachdem schließlich alle aufbrachen und das Haus erst einmal ruhig und leer war, entschlossen J und ich uns auf den Weg in eine nahe geliegene deutsche Bäckerei zu fahren. HIMMLISCH! Die Brötchen und andere Gebäcke, die ich dort probierte waren sehr sehr lecker! Ich kann es kaum erwarten bald wieder regelmäßig zu einem Bäcker gehen zu können!

Yumm, Yumm, Yumm! Laugen- und Sonnenblumenbrötchen!
Mittags machten J und ich uns dann auf den Weg zur Metro, die uns direkt in die City brachte. Dort verbrachten wir dann den Tag, gefüllt mit einem Museumsbesuch, Karusellfahrten und natürlich einem Eis!
Abends trafen wir uns dann mit meinen Gasteltern und ließen diesen noch gemütlich bei leckerem Essen ausklingen.


Das Wetter am Mittwoch war herrlich. Sonnig, jedoch nicht allzu warm.
Donnerstag hingegen regnete es in Strömen! Auch hier besuchten J und ich wieder ein Museum. Das Schöne an DC ist, dass fast alle Museen umsonst sind.
Wir waren im Postmuseum und haben eine Braunschweig Briefmarke entdeckt!!
Mittags machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück, denn abends stand noch ein kleines Highlight auf dem Plan.
Bei uns im anschaulichen Carlisle fand die alljährliche 'Downtown Mile' statt. Ein Rennen, bei dem Groß und Klein eine Meile auf der Hauptstraße laufen. Es war fantastisch und hat super viel Spaß gemacht!
Anschließend waren wir dann im 'Gingerbread Man' essen. Das Restaurant in dem ich an meinem ersten Abend in der Stadt mit meinen Gasteltern essen war. Wie passend, wo doch Donnerstag mein zehn monatiges Jubiläum in den USA war!!

Gleich ist es geschafft!

BELOHNUNG!

Wie ihr seht, habe ich wieder das ein oder andere Abenteuer erleben dürfen.
Nun piept der Ofen. Mein Essen ist fertig, yummi.

Ich wünsche euch eine entspannte Restwoche!

Kuss und Schluss
Franziska

PS.: Die Ameisen denken nicht daran aufzugeben und das Feld zu räumen. Es scheint eher, sie würden noch mehr Truppen heranrufen!! Sie rüsten sich, aaaaaah!

Dienstag, 19. Mai 2015

hollebim

Wir fahren nach Washington DC. Heute. Genauer gesagt in ungefähr einer Stunde. Ich renne durch das Haus und sammele verstreute Sachen ein. Ich weiß, wir bleiben nur bis Donnerstag. Trotzdem. Man muss doch für alles gewappnet sein. Den Wetterbericht beobachte ich schon seit den letzten Tagen. Aber wer weiß, ob er wirklich hält, was er verspricht?! Und was ist, wenn ein Unglück passiert und der Saft genüßlich das Tshirt durchnässt? Deswegen sollte gut überlegt sein, was man auch wirklich in den limitierten kleinen Koffer packt.
Nein, ich spreche nicht wirklich von mir. Ehrlich gesagt habe ich glücklicherweise gar nicht so viele Klamotten (wie jede Frau, habe ich einfach nichts zum anziehen!! Aber das ist ein anderes Thema). Ich rede von J. Ich denke an zig Szenarien, die in den zwei Tagen geschehen können. Und dann muss ich blitzschnell die Lösung hervorzaubern.

Was ich in den USA auf jeden Fall gelernt habe, ist für noch fünf weitere Personen mit zu denken. Die nächsten Tage komplett durchzugehen und alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. (Da fällt mir ein, was ich noch vergessen habe, haha)
Wenn ich mich selbst loben darf, dann habe ich ein richtiges Organisationsgeschick entwickelt bzw das vorhandene eindeutig verfeinert!

Was ist sonst noch neu?
Wir haben neue Haustiere. Ameisen. Und davon nicht zu wenig. Anscheinend ist das hier in der Gegend so ein Ding. Mai = die Invasion der Ameisen. Witzig - NICHT! Diese Viecher gehen einem schon nach kürzester Zeit dermaßen auf den Keks, dass man verrückt wird! Glück im Unglück verläuft ihre Hauptverkehrsstraße 'nur' durch die Küche und den Muddroom (Eingangsbereich der Hintertür).
Nachdem meine Gasteltern eine riesige, eher unfreiwillige Putzparty in der Küche hielten, haben wir sie nun einigermaßen aus diesem Raum vertreiben können. Trotzdem sind sie da und werden immer frecher. Nehmen jetzt sogar schon unsere Füße in Beschlag, ganz nach dem Motto 'Hier sind wir!!'

Ansonsten ist es verdammt schwül! Die Luftfeuchtigkeit liegt täglich zwischen 75% und 99%. Nicht gelogen! (Ist das der Grund für die Ameisen???) Dementsprechend kleben Anziehsachen unerträglich an der Haut und ich würde meinen Tag am liebsten unter der kalten Dusche genießen.

Okay, jetzt ist aber genug. Trotz der kleinen Mankos, ist alles prima. Ich kann es nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht und was in nächster Zeit noch ansteht!! Berichte werden folgen!

Das war es erstmal von mir. Ich schiebe jetzt Brezeln in den Ofen, damit wir ein wenig Reiseproviant haben. Yummi.
Lasst es euch gut gehen, genießt die kleinen Dinge im Leben.

Kuss und Schluss
Franziska <3

Freitag, 1. Mai 2015

Alles neu macht der Mai

Liebe Leser in Deutschland - yeay, it's May! Liebe Leser in anderen Teilen der Welt (habe ich von solchen welche?) - für euch heißt es entweder auch schon "Yeay May" oder wie für mich, lasst uns noch ein paar Stunden warten.
Komischer Einstieg...

Liebe Freunde der Sonne,
es ist soweit, Maizeit ist Freizeit. Haha, bin ich schon wieder kreativ und witzig. Nein, nehmen wir den Spaß mal beiseite. Ich finde tatsächlich, dass mit dem Mai alles anders wird. Den Spruch "Alles neu macht der Mai" (siehe meine Überschrift) gibt es wohl nicht ohne Grund.
Ich weiß nicht wieso, jedoch fängt für mich mit dem Blumenmond (eine andere Bezeichnung für Mai laut Wikipedia!) die schöne Zeit des Jahres an. Dort heißt es dann für mich offiziell Früüüüühling und gute Laune. Auch finde ich, dass der Sprung von dem vierten Monat, auf den fünften groß ist. Mal von der Zahl her gesehen. Aufgeschrieben ergibt es keinen Sinn, in meinem Kopf umso mehr! (Gibt es trotzdessen ein paar Menschen, die meinen Gedankengang nachvollziehen können?)
Das war heute Morgen (30.04.2015)
Ich weiß, dass vorallem Braunschweig, ich hoffe auch im Rest von Deutschlands, schon im April einige fast schon sommerhafte Tage erleben durfte. Meist immer dann, wenn hier in Carlisle gerade eine dicke Wolkendecke schlechte Stimmung verbreitete. Aber ich muss gestehen, auch wir hatten schöne Tage!! Gestern war der erste für mich richtig heiße Tag, an dem meine kurze Hose mal wieder aus den Tiefen meines Kleiderschranks hervorgekramt wurde. (Dieser Tag wurde rot im Kalender angemakert. Ohne Witz!)
Yummi!!
Ich finde es faszinierend, wie sich auch langsam die Natur aus dem Winterschlaf hervor tastet. Dem Anschein nach entschlossen sich wie über Nacht alle Knospen, die frische, durch den Winter gereinigte Luft zu beschnuppern. Von jetzt auf gleich, schien ein Wind durch die vorherig kahlen Äste geweht zu haben, denn nun strahlen Blätter und Blüten mit Blumen und dem saftig grünen Gras um die Wette. Herrlich so eine Farbenpracht! Ein richtiges Konzert in den Augen. Untermalt von den nicht müde zu bekommenden Vögeln.
Da erwache auch ich immer aufs neue. Ich bin jedes Jahr erneut fasziniert von dieser Welt und entdecke vorher unbewusste Dinge.
Huch, wer ist denn das?
Mit dem einherziehenden Sommer und den wärmer werdenen Tagen, verstreicht die Zeit bis zu meinem Abflug erst recht geschwind. Nur noch 113 Tage. Verrückt!! Und nur noch 49 Tage bis ich in den Flieger nach Los Angeles steige. Dort werde ich dann in der ersten Woche eine Tour die ganze Küste mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten herunterfahren. In der zweiten werde ich dann noch ein wenig mehr Zeit haben, San Francisco genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich freue mich schon riesig!! Begleitet werde ich von einer ganze besonderen Person :-) Es ist alles so unreal. Generell stehen noch so viele andere Dinge auf dem Plan, bis mich das Flugzeug zurück nach Deutschland bringt, sodass ich Angst habe, zu wenig Zeit zu haben.
Ich muss an dieser Stelle mal ein großes Lob an meinen kofferpackenden Fremden aussprechen!! Was er (oder sie???) für Überraschungen und Momente hereingelegt hat ist einzigartig. Natürlich haben diese auch ihre Höhen und Tiefen, aber die Augenblicke, in denen man das Leben lebt, es spürt, aufsaugt, verinnerlicht und kurz anhält, sind diese, die das Ganze so spannend machen.
Mich hat das Abenteuer-Fieber echt etwas gepackt, hihi.

Weswegen ich diesen Post, der in meinem Kopf schon wieder lange fertig formuliert ist, nun anpacke ist eine Gegebenheit die mir eben widerfahren ist und von der ich euch noch eben schnell erzählen möchte.
Angetrieben durch meine Westcoast Tour, saß ich eine Stunde auf dem Fahrrad und habe ordentlich geschwitzt. Zuvor war ich zum nur fünf minutigen entferntem Gym gegangen. Als ich fix und fertig vom Sattel stieg, stellte ich leider fest, dass es regnete. Nun gut. Auf meinem Weg aus dem Studio traf ich einen Trainer. Er war früher auch J's Schwimm Coach und ich kam schon immer gut mit ihm klar. Wir tauschten ein paar Worte aus und ich erwähnte, ich würde nun nach Hause gehen. Daraufhin bot er mir an, mich doch eben nach Hause zu fahren. Na solch ein Angebot kann ich doch nicht ablehnen! Also fuhr er mich kurzerhand nach Haus und als wir dort ankamen, hatte es aufgehört zu regnen, haha.
Ich finde diese Gechichte teilenswert und vielleicht gibt es euch nochmal einen Eindruck davon, wie freundlich Amerikaner eigentlich sind!
Wir haben auf der Veranda vorne eine Schaukel. Mein Lieblingsort!!
Mit dieser Story entlasse ich euch. Ich bin mir sicher, einige von euch tanzen noch kräftig in den Mai und ich muss sagen, das ist etwas worauf ich mich im nächsten Jahr auch schon wieder freue.

In diesem Sinne,
Kuss und Schluss
Franziska <3

Mein Lieblingsbild!! (29.04.2015)