Dienstag, 16. Juni 2015

Travelreport - loewenaupair trifft Harry Potter und Co

Florida war schön. Und warm. Besser gesagt heiß.

Und weil Bilder mehr sagen als tausend Worte, dachte ich mir, lasse ich diese mal für sich sprechen.

Definitly!!

Disney's Fantasy Parade

Universal Studios - Simpson


Universal Studios - Harry Potter Teil 1

Universal Studios - Harry Potter Signs

Universal Studios - Toon Lagoon

Universal Stuidos - Dr. Suess (mein Lieblingsteil, wenn er auch eher für die kleinen Kiddies ist, hihi)

Universal Studios

Universal Studios - Harry Potter Teil 2

Ich hoffe, man erkennt genug auf den Collagen. Ich habe insgesamt über 500 Bilder geschossen und mich dann auf knapp 150 für euch beschränkt. Da ich nicht jedes einzeln hochladen kann, hoffe ich, dass ich mit den Collagen trotzdessen einen guten Weg gefunden habe, euch meine Eindrücke zu vermitteln.

Neuster Stand der Dinge:
Die Ameisen haben kapituliert!! Ich muss zugeben, ein ganz fairer Kampf war es nicht. Wir haben dreckig gehandelt. Aber ich glaube, ohne Ameisenfallen wären wir sonst immer noch am Verteidigen der Küche!

Seit gestern ist es offiziell, meine Gastfamilie hat ein neues Aupair gefunden. Nach langem hin und her, ob sie noch eines brauchen, sind sie zu dem Schluss gekommen, dass sie es ohne wohl nicht ganz schaffen werden. Irgendwie ein super komisches Gefühl zu wissen, dass man einfach so ersetzbar ist und von heute auf morgen vielleicht auch vergessen ist. Auf der anderen Seite freue ich mich für meine Familie. Und da sie mich in dem Findungsprozess mit eingebunden haben, durfte ich sogar mitentscheiden, wer in meine Fußstapfen treten wird. Eine große Ehre, wie ich finde!

Donnerstag geht es los. Ab in den Westen! Ich kann es gar nicht glauben. Und bis dahin muss ich noch so unglaublich viel machen, dass ich wünschte, ich könnte für einen Moment die Zeit anhalten und einfach alles erledigen, was es noch zu erledigen gibt! Grrrr..

Ich verabschiede mich jetzt, schmeiße die nächste Ladung Wäsche in die Maschine und fahre mit meiner restlichen To-Do Liste fort.Vielleicht wird der Dienstag heute doch ein sehr produktiver!
Ich wünsche euch eine ertragbare Restwoche. Bei euch ist der Dienstag schon fast geschafft und dann ist auch bald Wochenende!

Kuss und Schluss
Franziska <3

PS: Wer gerne etwas mehr an meinem Alltag teilhaben möchte, der kann mir auch gerne auf sozialen Netzwerken, wie Snapchat (frenchwie) und Instagram (franwgmn) folgen. Vorallem in den nächsten zwei Wochen werde ich dort wohl viel von meiner Reise teilen!

Dienstag, 9. Juni 2015

Ein halbes Tagebuch eines loewenaupairs

Montag, 01. Juni 2015
Arbeitszeit: 6.30h-8.30h; 11.15h-20.30h

Sanfter Montagmorgen. Mal was anderes, so in die Woche zu starten. Es ist J's letzter Tag im Pre-K. (Eine Vorschule für den Kindergarten). Nachdem wir eben die Straße einmal lang hinfallen (die Schule ist genau vier Haustüren entfernt), geht es für mich zurück in mein Kabuff. Wow, fühle ich mich produktiv. Die Gelegenheit wird direkt am Schopf gepackt und der Koffer aus der hintersten Ecke meines Kleiderschranks hervorgekramt. Nicht lang schnacken, Kopf in Nacken. So oder so ähnlich, denke ich nicht weiter drüber nach und ein Kleidungsstück nach dem nächsten landet im Koffer. Damit verbringe ich meinen gesamten Vormittag. Die Uhr streikt 11.15 Uhr. Wieder springe ich aus der Haustür und stehe bereit, J in Empfang zu nehmen. Danach wird sich verabschiedet. Wahrscheinlich für immer. Von den Klassenkameraden, von den Müttern und von der Lehrerin. Komisches Gefühl, erster Stein im Magen. Schnell ausblenden und wieder in den Alltag versinken. Das Mittagessen ist schnell zubereitet und danach ist es Zeit für einen Nap! Leider hält dieser nicht lange an und so verbringen J und ich den Nachmittag damit mein Zimmer auszumisten, Briefe zu zerreißen (es bricht mir das Herz!!!) und den restlichen Packvorgang weiter zu strukturieren.
Schließlich ist es fünf. Time flies when you're having fun! Ab ins Gym. J wird in der Kinderbetreuung abgegeben. Einer ihrer Lieblingsorte. Ich steige noch eine Treppe höher und schüttel beim Zumba das Fett auf den Rippen. Wir sind gerade mal zwei Kursteilnehmer. Für andere scheint dieser Montag nicht so produktiv gewesen zu sein.
Nach dem Abendbrot, gibts ein Bad und danach fallen wir beide ins Bett. Während wir eine Gute Nacht Geschichte lesen, schleicht sich mein HD ins Zimmer und kurz danach, kann ich in mein ganz eigenes Bett plumpsen. Da liege ich jetzt. Licht aus, Träume an!

Dienstag, 02. Juni 2015
Arbeitszeit: 6.30h-8.30h
Yeay, ein kurzer Arbeitstag! Angestachelt von so viel guten Nachrichten wird sich, nachdem J in ihrer Ganztagsschule abgeliefert ist, hinter den Laptop geschwungen und noch versucht ein zwei Dinge zu erledigen. Natürlich klappt das nicht so gut, wie vorgestellt. Immer dieser Wunschgedanke! Ein Blick auf die Uhr zeigt, es ist Zeit für Frühstück! Da es wie aus Eimern gießt, schwinge ich mich hinter das Steuer und cruise zwei Straßen weiter in das kleine Frühstückscafè. Dort treffe ich mich zum letzten Mal mit einer Frau, die ich zum Anfang meines Jahres kennen und schätzen gelernt habe! Wir hatten einige tolle Frühstücksmorgen zusammen! Aus dem Frühstück wird noch eine kleine Shoppingtour und danach heißt es auch hier verabschieden. Für immer?! Hoffentlich nicht. Emails und Adressen sind ausgetauscht, jetzt liegt es an uns. Ein zweiter Stein im Magen macht sich bemerkbar. Keine Zeit, diesen Gedanken auszuführen. Weiter geht es zum Friseur. Noch einmal lasse ich Haare. Tut gut und sieht gut aus. Auch hier heißt es jetzt Tschüß. Schon komisch zu wissen, dass manche Menschen einfach nur Erinnerungswolken in den Weiten der Gehirn-Festplatte bleiben (ich wiederhole mich mal wieder!!!). Wieder daheim wird endlich das Projekt vom Morgen fertig gebracht. Etwas später kommt mein HD nach Hause, gemeinsam fahren wir zu J's letzter Gymnasticsstunde. Dort werden feierlich Medaillen übergeben und ich denke an ihre allererste Stunde, im letzten Sommer zurück. Schnell an etwas anderes denken, die Tränen kommen! Generell fühle ich mich innerlich wie eine tickende Zeitbombe! Ein Brunnen, der jede Minute zu springen anfangen kann.
Jetzt liege ich im Bett. Anstregender Tag, obwohl er gar nicht so anstregend war. Das Wetter fühlt mit mir, den ganzen Tag Regen. Auf den Straßen bilden sich Wasserfälle.
Licht aus, Träume an!

Mittwoch, 03. Juni 2015
Arbeitszeit: 6.30h-17.30h
Stressiger Tag. Graues Wetter. Schlechte Kombi, das Beste daraus gemacht. Wenn schon keine Sonne scheint, muss man selbst umso mehr strahlen. Habe ich im Endeffekt ganz gut hinbekommen.
Vormittags war ein Playdate angesetzt. Das Letzte, wie so vieles diese Woche. Falls ihr das noch nicht bemerkt haben solltet. Es war schön. Richtig schön. Wie ein Schwamm habe ich jeden Moment aufgesogen. Dann kam das 'Goodbye' und auf einmal sammelt sich ein richtiges Meer von Steinen in meiner Magenkuhle. Oh Oh!
Danach ging es ohne viel Verzögerung, allerdings mit Stau, zum Flughafen. Die erste Oma abholen. Nachdem diese Aufgabe erfolgreich abgehakt ist, geht es schnurstracks weiter. Nächstes Ziel, der Supermarkt. Ganze zwei Stunden verbringen wir dort. Als uns das Gebäude schließlich wieder ausspuckt, fühle ich mich etwas erschöpfter.
Zu Hause angekommen wird noch schnell die Wäsche gemacht, dann geht es ab zum Sport. Wenigstens ein bisschen. Fürs Ego. Hat gut getan!!
Außerdem habe ich heute zwei neue Angebote zum Weiterarbeiten bekommen. Das macht jetzt insgesamt schon 4 Familien, die mich gerne als ihr Aupair hätten und es traurig finden, dass ich gehe. Schmeichelt mir schon etwas, hihi und verdrückt die Steine ein klein wenig.
Okay, liebe Leute. Licht aus, Träume an!

Ganz liebe Grüße aus Florida, meine Lieben!! Ich hoffe, ich kann wenigstens ein paar Sonnenstrahlen in meinen Koffer stecken und sie mit mir auf die baldige Heimreise nehmen. Wäre das nicht schön?
Bis dahin, bleibt stark!

Kuss und Schluss
Franziska <3


Donnerstag, 4. Juni 2015

Hin und Her

Ich freue mich schon auf Braunschweig, zu Hause. Ich bleibe hier, in den USA.

Wie herrlich wird das nur? Alle meine Freunde wiedersehen, gemeinsam neue Abenteuer erleben, stundenlang nebeneinander auf der Wiese liegen und über Gott und die Welt tratschen. Danach schwingen wir uns auf unsere Räder und radeln wieder los. Wohin ist noch offen. Über die Landstraßen, die Felder und Wiesen ziehen an uns vorbei, wie im Flug.
In Momenten wie diesen leben, nicht über morgen nachdenken. Einfach das Aufsaugen, was diese Minuten (Stunden?!) so besonders macht. Gemeinsam lachen, über Dinge, die man gleichzeit erlebt! Und neuen Gesprächsstoff für die nächsten Augenblicke sammeln.

Wie cool wäre es, wenn ich verlängern könnte? Ein zweites Jahr in den USA bestreiten. Neues Jahr, neues Glück. Ein anderer Staat, eine andere Familie, eine andere Umgebung. Andere Menschen, andere Gegebenheiten, genauso viel Abenteuer. Wer weiß, vielleicht sogar ein besseres, als das, was ich im vergangenen Jahr erleben durfte? Anders würde es bestimmt werden. Mindestens genauso aufregend. Alles neu zu erkunden und doch irgendwie gleich. Neue Situationen erfahren, an ihnen wachsen. So ganz von zu Hause weg und mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Noch einmal selbst über sich hinauswachsen und es jedem beweisen, was auch immer man ihnen beweisen möchte. Sich selber noch so viel besser kennenlernen!

Worauf freue ich mich am meisten? Es ist so schwer zu sagen. Meine Gedanken überschlagen sich. Meine Freunde, meine Familie, meine Großeltern!! (Der größte Grund, warum ich nach Hause komme! Ein Jahr ohne Omas Schnitzel mit Bratkartoffeln und dem anderen leckerem Essen halte ich es nicht aus!) Generell das Essen. Mir fehlt das Ausgehen und das Feiern. Die Bäckereien mit all ihren Köstlichkeiten. Mein Kleiderschrank! Mit all den Klamotten und den verborgenen Schätzen, die ich im letzten Jahr vergaß. (Ob ich in diese noch hinein passe, ist hier eine andere Frage!)

Nochmal ganz von null starten. Das stelle ich mir toll vor. Ein neuer/alter Staat, eine neue Familie, neue Möglichkeiten. Ich könnte noch mehr reisen, noch mehr sehen. Dinge sammeln, von denen ich stolz erzählen kann, wenn ich dann schließlich zurück komme. Auch haben wir dann immer noch genügend Zeit Neues miteinander zu erleben. Aber die Chance, noch ein Jahr in den USA zu verbringen ist ein kleiner. Meine Freunde laufen mir schon nicht weg. Und wenn doch, dann sind es keine richtigen!

Wieder anständig Auto zu fahren! Mit meinem eigenen Auto! Mich frei bewegen und Menschen genau kennen. Wissen, wie sie reagieren und wie man mit ihnen umzugehen hat, wenn die Laune schief hängt. Genau wissen, welche Abzweigung wohin führt. Aber auch mich selber kennen. Wissen, dass ich hier einfach Ich sein kann und von den Menschen um mich herum so akzeptiert werde, wie ich bin.

Noch einmal das Abenteuer eingehen. Eben nicht wissen, wo mich die nächste Abzweigung hinbringt. Neue geheimnisvolle Orte entdecken. Eine neue Person entdecken, mit der man solche Orte teilen kann. Sich selber nochmal auf eine völlig neue Art und Weise kennenlernen. Sich selber vielleicht auch noch etwas mehr gestalten. Sich neue Ziele stecken und die umsetzen, ohne sich von Freunden anhören zu müssen, dass es nicht zu einem passe.
Vielleicht noch mehr Lieblingsmenschen fürs Leben finden.

Das erste was ich zu Hause mache, ist Party. Mich selbst, mein Leben und meine Freunde feiern. Stolz auf mich sein jedem zeigen, dass ich zurück bin. Das ist doch etwas besonderes! Außerdem werde ich sofort auf Entdeckungstour gehen und erforschen was sich in meiner kleinen Stadt alles so verändert hat. Für den alltäglichen Statdtbesucher wird sich vielleicht nichts geändert haben, aber ich werde Braunschweig mit neuen und reineren Augen betrachten. Darauf freue ich mich. Neue Erkenntnisse in mein altes Weltbild einfügen und schauen, was dadurch fabelhaftes, besonderes entsteht.

Fazit am Mittwoch, den 03. Juni 2015:
Ich komme nach Hause. Ende aus, Mickey Maus. 

Eine Blume ist immer schön!

(Wenn sich das nicht noch tausend Mal ändert, hahaha)