Franica's Abenteuer

Irgendwie kommt es mir total so vor, als hätten wir heute Montag. Nein, das ist nicht richig. Heute ist Dienstag und somit schon wieder ein Tag um die Woche erfolgreich zu meistern.

- Achtung, Laber-Rhabarber Text! -

Da ich ja schon im letzten Post am Rande erwähnte, dass Alica und ich gemeinsam viele Abenteuer erleben, dachte ich, fasse ich die größten mal kurz zusammen.

2. August 2014
Unsere sehr verwirrende Fahrt zu mir nach Hause hatte ich in einem meiner ersten Posts schon mal angerissen, jedoch richtig erwähnt, worum es ging, habe ich nicht. Holen wir dies kurz nach.
Zu Beginn kurz eine Erläuterung, wie amerikanische Autobahnen hier ausschauen. Es gibt zwei verschiedene Arten. Zum Einen den Freeway, den man ohne jegliche Kosten befahren kann und dann den Highway. Für diesen muss man meist Maut zahlen. Entschließt man sich nun also, den Highway zum Ziel zu nehmen, fährt man ganz normal auf ihn auf. Nach ein paar Metern jedoch, stehen dort kleine Häuschen, durch die man fahren muss. Dort bekommt man dann ein Ticket. Dieses behält man, bis man schließlich kurz vor seinem Ziel ist und die Autobahn wieder verlassen muss. Auch hier sind wieder so kleine Stellen, wo man den Schein nun abgibt und bezahlen muss. Der Betrag ändert sich je nach Strecke. Eine kleine Ausnahme gibt es. Hat man einen so genannten EZ-Pass, kann man durch beide Häuschen fahren, ohne anhalten zu müssen, da man durch den Pass schon bezahlt hat.
Alica und ich beschlossen uns also auf den Weg zu mir zu machen. Im Navi hatten wir uns extra eine Strecke herausgesucht, die ohne Maut sein sollte, da ich so einen Pass noch nicht besaß. Jedoch nahmen wir einmal eine falsche Abzweigung und schon hatten wir den Salat.
In der Unruhe, die richtige Schlange für das Tickethaus zu finden, wählten wir natürlich die falsche. Die, bei der man nur durchfahren darf, wenn man besagten Pass hat. Hups!
Wir fuhren weiter (eine andere Option gab es auch gar nicht) und schließlich kam unsere Ausfahrt. Das große Zittern begann. Was werden wir bezahlen müssen oder werden wir einen Brief bekommen? Zum Glück wählten wir dieses Mal die richtige Line und hielten bei einer Stelle, wo man normalerweise sein Ticket abgibt und bezahlt. Da wir aber nun keines hatten durften wir ganze 25$ Strafe zahlen. Da ist uns erstmal ein Stein vom Herzen gefallen.
Seitdem meide ich Mautstrecken instinktiv, auch wenn wir inzwischen besagten Pass haben.

19. September 2014
Irgendwie ist es zu unserem Ritual geworden, bei Sleepovern abends generell nochmal kurz zum Supermarkt zu fahren und uns mit Süßkram und etc für den Abend einzudecken.
So geschah auch die erste Peinlichkeit an dem Abend. Wir standen an der Kasse, hatten beide unsere Arme vollbepackt mit Chips und süßen Getränken und philosopierten lauthals über eine Schlagzeile, die auf einer der zahlreichen Klatschpressen stand.Wir berieten und überlegten bis wir aufeinmal merkten, wie alles um uns herum aufeinmal ganz still war. Alles was wir hörten, war der Kassierer, der uns freundlich darauf aufmerksam machte, dass seine Kasse geschlossen hätte und wir doch bitte eine andere aufsuchen sollten. (Seit diesem Abend ist das Wort 'guys' für uns ein ständiger Witz.) Ich möchte nicht wissen, wie lange der junge Mann schon versucht hatte uns zu erreichen, bis wir ihn endich bemerkten.
Nachdem wir dann aber schließlich wieder im Auto saßen, begann sich das nächste Fettnäpfchen zu füllen.
Wir fuhren vom Parkplatz herunter und noch während wir an der Ampel standen, kamen uns Autos entgegen, die wie wild Lichthupe und andere Signale von sich gaben. Total irritiert wunderten wir uns über solch aggressive Autofahrer, bis Alica bemerkte, dass sie gar kein Licht an hatte. Schnell wurde uns bewusst, dass die anderen Fahrer alles andere als unfreundlich waren. Huch...

11. Oktober 2014
Geplant für diesen Tag war unser Family-AuPair-Treffen. Dieses wurde jedoch auf die letzte Minute abgesagt, da das Wetter uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte.
Trotzdessen entschlossen Alica und ich den Tag gemeinsam zu verbringen. Ich holte sie ab und wie wir so gemeinsam im Auto saßen wurde uns mal wieder klar, dass wir auch heute wieder etwas erleben werden.
Ein anderes Auto fuhr vor uns (eigentlich keine Seltenheit auf der Straße). Da es sich sehr langsam voran tastete wurde uns bewusst, er wüsste nicht so genau, wohin die Reise gehen soll.
Er fuhr auf der Rechtsabbieger Spur und ich links neben ihm, auf der, die weiter geradeaus führte. Plötzlich entschied er sich jedoch, auch geradeaus fahren zu wollen. Ungewarnt zog er an mir vorbei auf meine Spur. So weit, so gut. Dieses Szenario spielte sich vor einer Ampel ab, die rot war. Da er sich aber so kurzfristig umentschlossen hatte, stand er nun über der Ampel, etwas auf der Kreuzung (Ich hoffe, eure Phantasie lässt es zu, dass ihr es euch vorstellen könnt). Ich, als erstes Auto hinter ihm, stand genau an dem Ampelstreifen, als er aufeinmal den Rückwärtsgang einlegte und aufs Gas nach hinten trat. Alica und ich wedelten nur so mit unseren Armen herum, weil wir dachten, er würde in den Rückspiegel schauen. Komische Vermutung beim Rückwärtsfahren. Leider half das nicht wirklich, bis mir auf einmal die Eingebung kam und ich die Hupe betätigte. Er kam ein paar Zentimeter vor meinem Auto zum Stop. Ein Glück! Einen Unfall kann ich wirklich nicht gebrauchen.
Gelernt habe ich bei der Situation: Amerikaner gucken beim Rückerwärtsfahren nicht nach hinten. Merkt euch das!

12. Oktober 2014
Bis zum heutigen Zeitpunkt unser vorerst letztes Abenteuer.
Wir entschlossen uns, nach einem ruhigen Tag, noch einmal raus zu wollen und freundeten uns mit dem Gedanken an, Essen zu gehen.
Wir fragten Alicas Gastmama nach einem schönen Restaurant in der Nähe und machten uns auf die Socken.
Vom Optischen her gefiehl uns das Lokal echt gut und auch die Speisekarte hörte sich schmackhaft an. Schließlich kam unser wohlverdientes Essen. Wir schlemmten, was das Zeug hielt.
Kurz bevor wir die Teller leer geputzt hatten, hob ich eine Pommes und was sich darunter verbarg, ließ unser Essen wieder hochkommen. Ich musste ein totes 'Stinkbug' (kleine Käfer, die ganz fürchterlich stinken, wenn man sie zerdrückt) entdecken. Dass sich mir mein Magen sofort umdrehte, muss ich bestimmt nicht zweimal sagen!
Als ich einer Kellnerin meinen Fund präsentierte, nahm sie mir mit dem einfachem Wort 'Okay' den Teller weg.
Später kam unsere Servicekraft und erzählte mir, dass ich das Essen nicht bezahlen müsse. Das hätte ich so oder so nicht.
Sie brachte also die Rechnungen, der Appetit auf einen Nachtisch war uns vergangen. Meine fiehl nicht sonderlich hoch aus, ich sollte 2,43$ für meine Getränke bezahlen. Ich legte ihr also einen 5$ Schein hin. Hier kam der nächste Höhepunkt. Sie brachte mir 2,50$ als Wechselgeld wieder. 7 Cent behielt sie einfach! (Okay, es sind nur 7 Cent, vielleicht reagiere ich ein wenig über, aber ich finde das irgendwo doch recht dreist). Nachdem Vorfall mit dem Insekt in meinem Essen und den behaltenen Cents, war mir absolut klar, hier kommst du nicht nochmal her. Alica sieht es ein Glück ähnlich. Trinkgeld ließ ich keines da, hatte sie sich ja ohnehin schon genommen.
Ich bin enttäuscht. So ein Vorfall kann vorkommen (sollte es nicht, aber kann). Aber sich nicht zu entschuldigen, nicht mal ein kleines Wort raus zu bringen, das finde ich sehr schlecht!

Mit diesen vielen Worten und Erlebnissen entlasse ich euch nun in den wohlverdienten Feierabend und wünsche euch noch eine schöne Restwoche!

Kuss und Schluss
Franziska <3




Kommentare

  1. Auch wir hatten im Urlaub ein Problem mit unserem Essen, die Schnitzel waren total versalzen. Wir bekamen sofort ein neues Essen,aber die Bedienung hat sich sofort entschuldigt und der Oberkellner kam auch vorbei. Nach dem Essen gab's noch ein Schlummertrunk. O+O

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