Wochenende, wie das duftet

Nur noch 4 Tage, dann haben wir wieder Freitag! Und weil die Tage so rasend schnell vergehen, setze ich mir immer kleine Ziele, damit ich etwas von der Zeit habe. Momentan ist das meistens mein Wochenende. Es ist relativ schnell erreichbar und verheißt eigentlich immer gutes. Vielleicht geht es dem einen oder anderen ja ähnlich ;-)
Und weil meine Wochenenden meine kleinen Highlights sind, möchte ich euch gerne vom vergangenen erzählen.

Eingeläutet wurde dieses mit dem 'Frozen Friday'. J und ich haben eine kleine Tradition begonnen. Wenn das Benehmen der Woche angemessen war, fahren wir an jedem Freitag zum Frozen Yogurt Place und belohnen uns.
Da nach einem regnerischen Donnerstag (einer der sehr wenigen bis jetzt), uns die Sonne am Freitag erneut mit ihrer Gesellschaft erfreute, schnappten wir uns also unsere Räder und strampelten darauf los. Ich muss gestehen, etwas Bammel vor der gar nicht so langen Tour hatte ich schon etwas. Amerikaner sind definitiv keine Fahrradnation und achten deswegen auch eher selten auf Menschen auf diesen Drahtgestellen. Erst recht, wenn der Radfahrer so klein ist, dass sie ihn aus ihrem riesigen Jeep oder ähnlichem nicht sehen können. Meine Zweifel waren jedoch (bis auf einen kleinen Zwischenfall) unbegründet und wir kamen sicher hin und her.

Als nächster Programmpunkt stand eine Mottoparty der Schule meines HDs an. Die 80er Jahre wurden noch einmal gebührend zelebriert. Total schön gemacht, viele auffallende und besondere Kostüme gab es zu bestaunen. Jede Klasse hatte einen anderes 80er Jahre Thema, welches sie umsetzen mussten. Das Seminar meines Gastvaters hatte das Thema Nerds (nach einem besonderen Film aus der Zeit, den Namen hab ich leider vergessen).
Im Hintergrund sind ein paar Kostüme zu bewundern

So ließen wir diesen Abend entspannnt ausklingen.

Am Samstag entschlossen wir spontan ein 'Applefestival', ein paar Orte weiter, zu besuchen. Was stellt man sich unter solchem vor? Ich dachte an eine Art Wochenmarkt, auf dem der Apfel gefeiert wird und es Dinge rund um dieses Obst gibt. Auch meine Gasteltern hatten keinen genauere Idee.
Als wir jedoch ankamen, verflüchtigten sich diese Gedanken relativ schnell!
Ich weiß gar nicht, wie ich es richtig beschreiben soll. Es war eine Art Jahrmarkt nur ohne jegliche Fahrgeschäfte. Imbiss reihte sich an Imbiss, Bude an Bude. Keine hatte wirklich etwas mit Äpfeln an sich zu tun. Zwischen drin ein paar Armish Stände, die selbst gemachte Apfelkuchen verkauften. Das war auch das einzige Produkt, in dem die Frucht sich bemerkbar machte. Es gab noch nicht mal einen Stand, an dem man nur Äpfel, einfache schlichte Äpfel kaufen konnte.
Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und unsere Mägen wurden schnell gefüllt. Da wir vier Bäuche hatten, die es zu beruhigen galt, konnten wir also um so mehr probieren, da wir jedes Mal eine Portion kauften und jeder ein Stückchen abbekam. Wenn ihr mich fragt, eine klasse Idee!
Pumpkin Funnel Cake, total lecker!
Apple Fries vs normale Pommes
Und so aßen wir uns durch das Fest. Hier ein Leckerbissen, da eine Kleinigkeit.
Auch das Wetter trug dazu bei, dass der Tag ein rundum gelungener wurde. Strahlend blauer Himmel, nicht das kleinste Babywölkchen war zu sehen und die Sonne zeigte sich von ihrer Seite. Sie schien noch einmal all ihre Kraft zu nutzen und uns ordentlich einzuheizen. Als wir schließlich ins Auto stiegen, zeigte die Temperaturanzeige stolze 106°F (41°C) an. (Und das Ende September!!!!)

Harrisburg
Habe ich beim Einkaufen entdeckt!
Den Abend verbrachte ich wieder bei Alica und den krönenden Abschluss eines schönen Tages fand ich auf der Autofahrt zu ihr! Das Farbspiel von Sonne, anstehender Nacht und dem langsam entgleitenden Tag war einfach ein Marmeladenglasmoment für sich! Unbeschreiblich schön.
Mein Handy konnte diesen Moment leider nicht in all seiner Farbenvielfalt einfangen, jedoch spinnt eure Phantasie vielleicht weiter und ihr könnt euch vorstellen, wie das Ganze wohl gewirkt haben muss.


Am Sonntag war unser zweites AuPair Treffen an der Reihe. Diesesmal sollte es zu einem 'Wolf Sanctuary' gehen, einer Art Wolf Auffangstation. Ich stellte mir das super interessant vor, jedoch war leider das Gegenteil der Fall. Die Station besteht circa aus 4 Gehegen mit ungefähr jeweils drei bis vier Tieren darin. Wir wurden also von Gehege zu Gehege geführt und zu jedem Wolf wurde eine Geschichte erzählt. Eigentlich echt schön, so den Kontakt zu den Tieren zu bekommen, jedoch wird es ab der fünften Geschichte etwas uninteressant, denn diese glichen sich ziemlich.
Für mich war es trotzdem erstaunlich zu sehen, wie ähnlich die Wölfe Hunden doch sehen. Zum Beispiel war ein Wolf dabei, der haargenau aussah, wie ein Huskey. Ich hätte da absolut nicht sagen können, ob es nun ein Wolf oder Hund sei!

Mein Sonntag endete mit ein paar Stunden Arbeit und einem frühen Bettbesuch.

Ich bin gespannt, was mich diese Woche erwartet und zähle, wie schon zu Beginn, die Tage bis zum nächsten Wochenende. Vielleicht zählt der ein oder andere ja mit mir!
Ich wünsche euch allen eine schöne Woche mit dem einen oder anderen Moment nur für euch!

Kuss und Schluss
Franziska <3

Kommentare

  1. Mittwoch ... Donnerstag ... Freutag!!!
    Es ist gar nicht mehr lang hin!!! ;-)))

    - Papi -

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  2. War wieder sehr interessant zu lesen. Sitzen bei Regen in Binz in unserem Zimmer und spielen Skip- Bo. Hatten aber 2 Tage Sonne. Wir haben für Dich wieder eine Überraschung auf den Weg gebraucht. Gruß Oma und Oma.

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